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Die letzte Reise: Besuch auf dem Friedhof Montjuïc

Geschrieben von Uli

Im ersten Moment mag es ein wenig makaber klingen in seinem Urlaub einen Nachmittag auf dem Friedhof zu verbringen. Aber der Besuch von Grabstätten ist längst kein No-Go mehr, vielmehr etabliert sich ein Besuch des Totenreichs immer mehr zum Touristen Hit.

Im Internet gibt es sogar diverse Listen, wo sich die schönsten und beliebtesten Friedhöfe weltweit befinden und das meist mit den jeweiligen Erfahrungsberichten der Friedhofs-Touristen. Der Tod fasziniert, schockiert und die meist sehr alten Friedhöfe bieten eine dunkle Ausstellung verschiedener Kunstepochen und Totenrituale.

Der Cementiri de Montjuïc befindet sich am Fuße des Hausberges von Barcelona. Der ehemalige Zentralfriedhof ist eine riesige morbide Parkanlage mit einem einzigartigem Charme. Geplant wurde die Anlage von dem Architekten Leandro Albareda.

Eröffnet wurde der Friedhof im Jahre 1883 aus der Not heraus. Barcelona wuchs in diesem Jahrhundert besonders rasch und die kleinen Friedhöfe in den barrios (Nachbarschaften/Bezirke) platzen schon bald aus allen Nähten.

Haben wir dein Interesse geweckt? Dann ist dieser Artikel von ShBarcelona genau das Richtige für dich.

Ein riesiges kunsthistorisches Areal

ein Grabstein über den von unten das Efeu hochwächst und oben von Moos bedeckt ist, in der Mitte des Steins ist eine Rose mit Stiel und Blättern eingemeiselt

Foto via Pixabay

Auf mehr als 50 Hektar erstrecken sich die letzten Ruhestätten in den verschiedensten Kunststilen des 20. Jahrhunderts. Ein Spaziergang durch die riesige Anlage und ihre 150.000 Gräber verspricht eine kunstgeschichtliche Erlebnistour zu werden.

Die kunstvollsten und auch prunkvollsten Gräber, Mausoleen, Bodengräber und riesige Familiengräber reihen sich hier aneinander. Außerdem kann man ein römisches Krematorium bestaunen und eine Gedenktafel erinnert an die Opfer und Gefallenen Soldaten des Bürgerkrieges.

Neben den monumentalen Engelsfiguren und Statuen gibt es noch anderes zu entdecken. Im Gelände befindet sich eine beachtliche Sammlung von Kutschen, mit denen die Toten früher in ihre letzte Ruhestätte gebracht wurden.

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Wer liegt hier eigentlich begraben

Auf dem Friedhof befinden sich die Gräber verschiedenster Berühmtheiten Barcelonas und Kataloniens. Die letzte Ruhe fand hier der Maler Joan Miró, der Gründer des Fussballclubs FC Barcelona Joan Gamper, der Architekt Ildefons Cerdà und viele mehr.

DIY-Tour oder geführter Rundgang

ein großes Familiengrab mit einer Engelsstatue darauf, der Engel hebt seine recht Hand zum Himmel zeigend

Foto via Pixabay

Damit man auch ja nichts verpasst führen die Besucher Tafeln und Wegbeschreibungen durch den Friedhof. Man kann also auf eigene Faust die Tour durch den sagenumwobenen Friedhof starten. Am Haupteingang können die Lagepläne von der Friedhofsverwaltung entnommen werden.

Die Pläne sind inzwischen mit QR Codes ausgestattet und jeder der im Besitz eines Smartphones mit passender App ist, kann sich die Infos direkt auf sein Handy laden. Diese Pläne bieten dem Besucher drei verschiedene Touren an. Eine Kunsttour, eine historische Tour oder man kombiniert einfach beide.

Für eine Route muss man ca. 2 bis 3 Stunden einplanen. Natürlich gibt es auch hier geführte Rundgänge und das Beste daran, sie sind umsonst. Jeden 2. und 4. Sonntag kann man gratis und ohne Voranmeldung an diesen Touren teilnehmen. Auch hier gibt es die künstlerische, die historische und eine Kombination aus beiden Touren.

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Barcelona einmal anders

Um Barcelona von allen erdenklichen Seiten kennen zu lernen eignet sich dieser mysteriös schöne und ruhige Ort perfekt. Er verbindet die Vergangenheit mit der Gegenwart, sowohl in der Kunst und der Geschichte, als auch in den kulturellen und menschlichen Aspekten.

Außerdem entkommt man für ein paar Stunden dem Trubel der Stadt und kann eine herrliche Aussicht auf den Hafen von Barcelona genießen.

*Titelbild von kajsia via shutterstock

Hast du diesen riesigen Friedhof Barcelonas besucht?

Über den Autor

Uli

Uli liebt es verschiedene Städte zu entdecken, aber sie hat bisher noch keine zweite gefunden wie Barcelona.

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