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Ein früher Gaudi: Torre Bellesguard

Geschrieben von Uli
Photo credit: machbel via VisualHunt.com / CC BY-NC-ND

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Jährlich stürmen tausende von Besucher die Sagrada Familia, das Casa Batlló, den Park Güell und das Casa Mila. Jene sind natürlich die bekanntesten Gebäude des Universalgenies und Vorzeigearchitekten Barcelonas, Antoni Gaudí. Doch eines seiner frühen Werke, welches sich eindeutig mit den Touristenhighlights messen kann, steht im Schatten dieser monumentalen Gebäude: Das Torre Bellesguad. Ein Grund hierfür ist wahrscheinlich, dass sich das Gebäude ein wenig außerhalb befindet, im Viertel Sarria am Fuße des Tibidabos. Außerdem kann man erst seit 2013 das Kunstwerk besichtigen.

Ehemaliges Schloss der Könige von Aragorn

Der offizielle Name des Landhauses ist eigentlich Casa Figuras. Gaudi hat aus einer mittelalterlichen Burg ein absolutes Märchenschloss gezaubert. Das ehemalige Sommerschloss der Könige von Aragorn, bekam seinen Namen der atemberaubenden  Aussicht ( Palau de bell Esguard). Der Palast verfiel nachdem Martin der I. ohne Erbe verstarb.

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Photo credit: les pedres de barcelona via VisualHunt / CC BY-NC-SA

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Im 19. Jahrhundert gehörte das mittlerweile verfallene Gebäude Bischof Juan Bautista Grau y Vallespinos für den der junge Gaudí bereits den Bischofspalast von Astorga entworfen hatte. Und so kam es, dass Gaudí von 1900 bis 1902 an dem Torre Bellesguard arbeitete. Fertiggestellt wurde das Bauwerk allerdings von Domènec Sugrañes i Gras. Gaudí interpretierte den Stil der Gotik auf seine eigenen Art und Weise und man erkennt die typischen Merkmale des katalanischen Ausnahmekünstlers. Der Palast ist nahezu quadratisch und beinahe 33 Meter hoch. Die Fassade wurde mit den Bruchsteinen der Umgebung gestaltet. Die Fassade wirkt ein wenig düster und erinnert nicht wirklich an die sonst so bunten und fröhlichen Gebäude Gaudìs, aber man erkennt die Einzigartigkeit der natürlichen Formgebung, auch wenn der Palast sehr viele gerade Linien aufweist. Am Turm des Palastes findet man das für Gaudi typische  vierarmige Kreuz, welches sich auf einer gläsernen katalanisches Fahne befindet.

Typische Merkmale Gaudis mit geraden Linien

Photo credit: machbel via Visual Hunt / CC BY-NC-ND

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Das Gebäude selbst ist klar als ein Werk Gaudis zu erkennen und mit der Mischung des Stils von Domènec Sugrañes i Gras betritt man eines der außergewöhnlichsten Gebäude in Barcelona. Auch die Gartenanlage ist ein echtes Highlight. Man findet die Überreste der Mittelalterlichen Burg die mit den Elementen der Neogotik verschmelzen. Bei einer Besichtigung entdeckt man wunderschöne Details und wird Zeuge eines wunderschönen Lichtspiels im Inneren.

Natürlich werden für dieses Frühwerk Gaudis auch Führungen angeboten, die man allerdings am besten über das Internet bucht, da maximal 15 Personen an diese teilnehmen können. Es gibt auch die Option mit einem Audioguide den einzigartigen Palast  und seine Gärten zu besichtigen.

Über den Autor

Uli

Uli liebt es verschiedene Städte zu entdecken, aber sie hat bisher noch keine zweite gefunden wie Barcelona.

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