blog shbarcelona català   blog shbarcelona français   blog shbarcelona castellano   blog shbarcelona russian   blog shbarcelona russian   blog shbarcelona   blog shbarcelona english   blog shbarcelona
Empfehlungen

Süße Geschichte im Museu de la Xocolate

Geschrieben von Uli
 Photo credit: kimubert via VisualHunt / CC BY

Photo credit: kimubert via VisualHunt / CC BY

Das Schokoladenmuseum ist ein kleines, aber köstliches Museum in dem ehemaligen Sant Agustí Kloster. Dem Besucher erwartet eine Reise durch die Ursprünge der Schokolade, die Ankunft und Verbreitung in Europa, ihre medizinische Wirkung und alles rund um den Mythos und die Traditionen der verführerischen Süßigkeit.

Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Kloster und wurde im 18. Jahrhundert als Kaserne genutzt. Die Soldaten hatten schon damals einen engen Bezug zur Schokolade, zum Frühstück wurden ihnen nämlich immer etwas Schokolade serviert. Die persönliche Leibwache des Königs war unter anderem auch als „ Chocolateros“ bekannt, weil die Soldaten der Schokolade vollends verfallen waren und große Mengen davon naschten.

Die Geschichte der Kakaobohne

Das Museum zeigt in seinen Räumen die Entdeckung der Kakaobohne bis hin zu dem Hype den die Schokolade in Europa erlebte. Seit dem 15. Jahrhundert und somit der Entdeckung der Schokolade, hat diese eine große Rolle in der Wirtschaft und auch im sozialen Leben Barcelonas gespielt, wie auch in gesamt Europa. Barcelona war aber mit seinem Hafen ein sehr wichtiger Handelsplatz für das süße Gold und Ausgangspunkt für den Handel. Von hier aus wurde die Schokolade in ganz Europa vertrieben.  Übrigens bracht Columbus die Schokolade in die katalanische Hauptstadt und präsentierte sie mit seinen erbeuteten Schätzen dem Königshaus.

Außerdem gab es die erste Schokoladenwerkstatt im 19.Jahrhundert in BCN, die die Kakaobohne in  diverse köstliche Produkte umwandelte, wie zum Beispiel in die Trinkschokolade.

Was Schokolade alles so kann

Photo credit: jonmcalister via VisualHunt.com / CC BY-SA

Im Museum befindet sich auch eine Kakaopflanze die die bitteren Früchten trägt und man erfährt wie die Azteken und die Hochkulturen Lateinamerikas „Xocoatl“ hergestellt haben und die Frucht veredelten. Zudem werden die medizinischen Eigenschaften der Schokolade und dessen Nährwert beschrieben. Schokolade ist also nicht einfach nur eine Kalorienbombe sondern kann viel mehr.

Man findet zahlreiche Kunstwerke aus verschiedenen Schokoladenarten und Replikationen berühmter Skulpturen und Gemälde von weltbekannten Künstlern.  Auch wichtige historische Gebäude Barcelonas sind aus Schokolade nachgebaut und können bewundert werden. Der Geruch lässt so manchen Besucher das Wasser im Mund zerrinnen, aber die Kunstwerke sind leider nicht zum Naschen gedacht.

Dem größten Teil der Ausstellung ist die Herstellung der Schokolade gewidmet. Zahlreiche Maschinen sind hier ausgestellt, die die verschiedenen Schritte des Herstellungsprozesses zeigen. Vom Mahlen, veredeln und in verschieden Schokoladenformen gießen wird jeder Schritt genau erklärt.

Naschkatzen willkommen

 Photo credit: urgetopunt via VisualHunt.com / CC BY-NC-SA

Photo credit: urgetopunt via VisualHunt.com / CC BY-NC-SA

Man darf sich das kleine Museum nicht als Ausgabe einer kleinen Schokoladenfabrik vorstellen. Hier geht es vielmehr um den historischen Hintergrund der Schokolade, als um die Verkostung verschiedener Spezialitäten. Die Eintrittskarte ist eine Tafel Schokolade die man gerne während des Rundganges naschen darf und am Ende des Museums befindet sich ein Shop in dem man diverse Köstlichkeiten erwerben kann. Im Café wird außerdem das historische Xocoatl nach Originalrezept angeboten. Also im Großen und Ganzem ist das Museum dann doch für Naschkatzen mehr als nur sehenswert.

Mit einem großen Angebot an verschiedenen Workshops können Besucher wissenswertes rund um Schokolade erleben und das mit allen Sinnen. Vor allem die Kleinen können ihrer Kreativität mit dem Bauen von Schokoladenskulpturen und Gemälden aus geschmolzener Schokolade ihrer Fantasie freien Lauf lassen. ( bei den Workshops sollte man sich unbedingt rechtzeitig anmelden!)

Das Museum bietet Führungen an und veranstaltet regelmäßig verschiedene Events. Alle Termine, Öffnungszeiten und Veranstaltungen können sie auf der Webseite abrufen.

Übrigens ist in der rund zwei stündigen Führung auch eine Schokoladenverkostung dabei.

Bewerte diese Nachricht

Über den Autor

Uli

Uli liebt es verschiedene Städte zu entdecken, aber sie hat bisher noch keine zweite gefunden wie Barcelona.

Hinterlasse einen Kommentar