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Freizeit und kultur

Gaudi vs Dali: Die Meister von Katalonien

Geschrieben von Alice

Zwei der einflussreichsten künstlerischen Seelen Kataloniens in den letzten hundert Jahren waren Antoni Gaudi, Architekt, und Salvadore Dali, Maler. Es gibt viele Gründe, die beiden zu lieben oder zu hassen, da ihr Leben und ihre Kunstform ebenso schön wie provokant waren. Man muss sich Zeit nehmen, diese einflussreichen Figuren der katalanischen Kultur zu verstehen, um sich entscheiden zu können, ob man diese Künstler nun liebt oder hasst. Heute in diesem Artikel von ShBarcelona, erzählen wir dir von diesen beiden Berümtheiten.

 Antoni Gaudi

Foto von Grebb via Pixabay

Geboren wurde er 1852 in Reus (oder Riudom, sein Geburtsort ist nicht bestätigt) und seine Vorfahren sollen aus der Region Auvergne in Südfrankreich kommen. Nach dem er zur Fortsetzung seines Studiums nach Barcelona gezogen war, entdeckte er seine künstlerische Ader. Als er 1878 knapp seinen Abschluss an der Höheren Schule für Architektur in Barcelona schaffte, sagte der Schuldirektor zu Gaudi: „Wir haben diesen akademischen Titel einem Narren oder einem Genie verliehen. Die Zeit wird es zeigen.” Gaudis Frühwerke sind auf Grund der Einflüsse während seiner offiziellen Studienzeit stärker von einem orientalischen Stil inspiriert. Die orientalische Strömung in der Architektur ist bei seinen früheren Werken wie zum Beispiel dem Guell Palast, den Guell Pavillons und der Casa Vicens zu sehen. Seine mittleren Jahre waren eher durch das Revival der Gotik im Zusammenspiel mit der modernistischen Strömung, wo strukturelle Form, Funktion und künstlerische Schönheit kombiniert wurden, geprägt. In seinen späten Jahren widmete er sich einem natürlicheren, persönlicheren Stil, inspiriert von der Welt der Natur. Sein Meisterwerk war die Sagrada Familia, die noch immer nicht fertiggestellt ist, obwohl er 1926 verstorben ist.

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Foto von Mariamichelle via Pixabay

Mehrere seiner Werke gehören zum UNESCO Weltkulturerbe, er wurde von der römisch-katholischen Kirche selig gesprochen und wird gemeinhin als weltbekanntes Architekturgenie bezeichnet. Dennoch wurde er nach seinem Tod bis in die 70er Jahre in Architekturkreisen als Persona non Grata betrachtet, da seine Werke auf Grund exzessiver Machenschaften verschmäht wurden. Als gläubigen Katholiken und Vegetarier ist es schwer, Gaudi nicht als Mensch und Künstler zu lieben.

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Salvadore Dali

Foto von BarbeeAnne via Pixabay

Es mag leichter sein, Dali zu hassen als Gaudi, da seine öffentlichen Eskapaden oft die Genialität seiner Kunstwerke in den Schatten gestellt haben. Seine exzentrischen Auswüchse beinhalteten öffentliche Auftritte in ausgefallen Kostümen oder mit seinem Haustier, einem Ozelot (eine Art kleiner Leopard). Oft vermied er es, Restaurantrechnungen zu bezahlen, indem er einfach Kunstwerke auf die Rückseite der Rechnung skizzierte, in der Annahme, der Restaurantbesitzer hätte lieber eines seiner Kunstwerke als sein Geld.

Foto via Pixabay

Jedenfalls ist er einer der einflussreichsten Künstler der letzten 200 Jahre, am bekanntesten für seine surrealistschen Gemälde und Kunstwerke, wovon „Die Beständigkeit der Erinnerung“ am berühmtesten ist. Es ist ein surrealistisches Gemälde, das schmelzende Uhren zeigt und mit Einsteins Relativitätstherie in Dialog tritt, bei welcher die Zeit flüssig und nicht fest ist. Möglicherweise ist es einfacher, Salvadore Dali auf Grund seines exzentrischen Verhaltens zu hassen, trotzdem lässt sich nicht bestreiten, dass er ein künstlerisches Genie war.

*Titelbild von djedj via Pixabay

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Über den Autor

Alice

Eliane ist ein Traveller, eine Feinschmeckerin, eine Schreiberin und eine Kunstliebhaberin.

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